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Nichts entschieden

Die Welt, in der wir leben, steht vor entscheidenden Umbrüchen. Die Krise, von der niemand so wirklich weiß, ob sie vorbei ist oder noch gar nicht richtig angefangen hat, zerreißt Welt und Gesellschaft. Sie schickt sich an auseinander zu brechen. Die Wirklichkeit, die vor kurzem als Dystopie belächelt wurde, droht, grausame Realität zu werden.

Als Freund*innen der Menschlichkeit müssen wir im sogenannten *postideologischen Zeitalter* politischem Handeln wieder eine utopische Dimension geben. Das bedeutet, für eine Welt einzutreten, in der das menschliche Verhältnis zueinander und zur Natur nach Maßstäben der Vernunft eingerichtet ist. Der bestehende Irrsinn widert uns an.

Bisherige *Lösungen* (es gibt keine, außer die alles umwälzende Revolution) der kapitalistischen Krisen haben nicht dazu geführt, dass diese auch nur im Ansatz gelöst wurden. Immer mehr Menschen wittern auf zu tiefst rückschrittliche Art und Weise das Scheitern der politischen Ökonomie. Sie folgen einem regressivem Pragmatismus, der letztendlich brennende Synagogen und Flüchtlingsheime produziert. Andere ziehen sich zurück ins Private. Gerne richten wir uns darin ein, dass mit dem nächsten Gehalt ein neues Smartphone oder schicke Sneakers möglich sind. Zynisch doch erahnend, dass der Kapitalismus nicht um das Wohl von Mensch und Natur besorgt ist, wird versucht, sich warm zu halten. Festgesetzt zwischen direkter und indirekter Arbeits(freier)zeit, bleiben in der blockierten Realität allein Ersatzbefriedigungen. Wir praktizieren Dinge, ohne zu handeln.

Turnover

Ein Grundsätzliches Umdenken ist notwendig und möglich. Wir befinden uns in einer Epoche des Umbruchs. Der letzte Rest bürgerliches Glücksversprechen zerbricht in tausend Teile.

Ohne Organisation ist es unmöglich diese Gesellschaft emanzipatorisch zu überwinden. Durch den Kapitalismus begegnen sich Menchen ohnmächtigt vermittelt durch den Austausch von Waren. Anstatt sich jedoch erstens über die eigenen Verstrickungen in die bürgerliche Maschinerie bewusst zu werden und zweitens anzufangen sich reflektiert und solidarisch zu organisieren, wird resigniert oder sich in Pseudoaktivität verstrickt. Wir alle. Dies gilt es zu reflektieren und Perspektiven zu entwickeln.

Als autonome Gruppe sind wir dabei nicht losgelöst von anderen emanzipatorischen Menschen, Gruppen und Initiativen. Als Kleingruppe können wir wenig ausrichten. Erst durch Vernetzung und den kritischen Austausch kann es gelingen, als radikale Linke den eigenen Standpunkt wieder mit konkreten Inhalten zu füllen und Perspektiven zu entwickeln und gegen die Gesellschaft relevant zu machen. Darin darf das Ich sich nicht durchstreichen und sich dem Kollektiv bewusstlos unterzuordnen. Trotz des gemeinsamen Strebens nach einer befreiten Gesellschaft lassen wir nicht davon ab, andere Positionen zu kritisieren.

What we fight 4

Für die befreite Gesellschaft zu kämpfen, bedeutet erstens sich den regressiven Abfallprodukten der bürgerlichen Welt in ihrer offensichtlichen und verdeckten Erscheinungsform entschieden in aller Entschlossenheit entgegen zu stellen.

Kommunistisch zu Handeln bedeutet zweitens, hier und überall aus alten, verkommenen Begriffen auszubrechen. Feminismus heißt nicht nur Gleichberechtigung, sondern die Abschaffung des männlichen Prinzip. Gleichheit nicht Gleichsein, sondern das Ende des Vergleichs. Antirassismus nicht nur Integration, sondern die Überwindung der Nation.

$A.C.A.B.$

April 2016

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